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Ohne Worte #2

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Posted in Ohne Worte.


Nicht mein Tag heute

Es gibt so Tage, da sollte man einfach im Bett bleiben. Heute war definitiv so ein Tag.

Da schwingt man sich morgens zumindest halbwegs motiviert aus dem Bett und stößt sich erstmal kräftig die Zehen an. Dann humpelt man ins Bad, drückt den Lichtschalter und *peng* – knallt erstmal die Birne samt Sicherung raus. Doof nur, wenn das die einzige Lichtquelle in dem Raum ist und man natürlich keine Ersatzbirne im Haus hat. Also bei offener Tür duschen mit indirekter Beleuchtung aus dem Flur.

Dann geht es irgendwann los Richtung Uni. Blödes Sauwetter draußen. Ausnahmsweise nehm ich dann doch mal einen Schirm mit. Ich mag sonst immer nicht so ein Ding mit mir rumschleppen, ich lass die eh ständig irgendwo liegen. Unten an der Haustür dann den Schirm aufgespannt – *knacks* 2 Streben geben nach. Soviel zum Thema Regenschirm.

Dann sitzt man endlich durchgeweicht im Bus mit ca. 30 Leidensgenossen, und dann hat der Busfahrer einfach mal keine Lust an der Haltestelle der Hochschule anzuhalten. Fährt einfach vorbei. Lauthalse Proteste. Wir hätten ja nicht gedrückt. Hatten wir schon. Definitiv. Und selbst wenn nicht. Bis auf 3 Leute saßen NUR Studenten im Bus. Und wir haben kollektiv beschlossen heute mal alle NICHT an der Hochschule auszusteigen. Ja neee, is klar…

Also durch den Regen wieder eine Haltestelle zurücklaufen, das Ganze im Eilschritt, damit man nicht zu spät in die Vorlesung kommt. Am Hörsaal angekommen begrüßt einen dann ein Zettel “Vorlesung fällt heute wegen Krankheit aus”. Toll. Der ganze Stress umsonst. Und natürlich habe ich ausgerechnet heute weder Laptop noch Bücher dabei. Kann also die Wartezeit nichtmal sinnvoll nutzen.

Die nächsten Stunden verlaufen alarmierenderweise völlig normal. Irgendwie hätte ich es ahnen müssen. In der letzten Vorlesungsstunde sitzt neben mir ein Mädel, die gerade kurz vorher bei der Blutspende war. Hat sie wohl nicht so vertragen, denn sie kotzt mir mal eben ohne Vorwahnung vor die Füße. Zumindest nur DAVOR, nicht drauf. Aber ich kann sowas ja nicht riechen. Ich hätte bald hinterhergekotzt.

Na ja, kotzen könnte ich jetzt auch nach diesem Tag. Ach ja, und als ich nach Hause komme hat die “Lieblingsnachbarin” mal wieder komische Utz-Utz-Lala am Laufen. I love it.

Ich werde jetzt gleich ganz schnell ins Bett verschwinden, die Decke über den Kopf ziehen und hoffen, dass ich wenigstens dort sicher bin.

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Posted in Dies und Das, Studentenleben.


Leben retten kann ganz einfach sein

Also gut, ich hab es wenigstens probiert. Ich wollte Blut spenden. Zum ersten Mal. Alle 2-3 Monate steht ein Blutspendemobil auf unserem Campus. Diesmal wollte ich endlich auch mal. Aber ich darf nicht. Mein HB-Wert ist etwas zu niedrid. Das ist der Hämoglobin-Wert. Zum Spenden muss er mindestens 12 sein, meiner lag nur bei 11. Blöd. Hab mir aber trotzdem Blut abzapfen lassen, was jetzt eingeschickt und untersucht wird und meine Blutgruppe bestimmt wird. Dann bekomme ich schonmal einen Blutspendeausweis ausgestellt. Jetzt heißt es Eisenpräparate schlucken und hoffen, dass der Wert das nächste Mal stimmt. Was tut man nicht alles für einen guten Zweck. Ja, nur für den guten Zweck, denn bei uns bekommt man KEIN Geld für’s Blut spenden, wie an manch anderen Orten. Aber wenn man sich mal überlegt, dass man unter Umständen jemandem das Leben damit retten kann, sollte so ein Pieks hin und wieder ja wohl drin sein, und zwar auch ohne Geld.

Und wer sich nicht regelmäßig stechen lassen will, weil er vielleicht so eine Angst vor Nadeln hat, der sollte sich wenigstens mal überlegen, sich als Knochenmarkspender registrieren zu lassen. Zumindest für die Ersttypisierung ist eine Blutabnahme inzwischen nicht mehr nötig. Das geht inzwischen ganz einfach mit Wattestäbchen. So ein Set kann man kostenlos online bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) anfordern, bequem zu Hause einen Wangenabstrich damit machen und es dann zur Bestimmung der Gewebemerkmale einschicken. Allerdings sollte man auch kein völliger Nadelphobiker sein, denn im Falle einer Stammzellenspende kommt man um ein paar Stiche nicht drumherum. Aber dann geht es ja schon konkret um ein Menschenleben, da sollte man so eine Prozedur schon über sich ergehen lassen können, meint ihr nicht auch?

Auch wenn man sich das Kit für die Typisierung kostenfrei anfordern kann, so entstehen der DKMS für die folgenden Untersuchungen zur Bestimmung der Gewebemerkmale natürlich Kosten, und zwar in Höhe von 50 Euro pro Typisierung. Wer sich also gerne registrieren lassen will, sollte sich mal überlegen, ob er nicht wenigstens einen Teil dieser Kosten übernimmt, und seien es meinetwegen nur 5 Euro. Ich bin selbst ein armer Student und kann mir nicht mal eben 50 Euro leisten, aber 5 Euro kann man auch als Student locker machen. Mal einmal weniger Fastfood futtern oder eben nicht jeden Morgen einen Coffee-To-Go kaufen und schon hat man das Geld zusammen.

Und wenn wir schon beim Leben retten sind – ein Organspendeausweis gehört in jedes Portemonaie! Ganz ehrlich – warum sollen eure Organe in der Erde verroten oder verbrannt werden, wenn ihr damit jemand anderem ein neues Leben schenken könnt? Gut, vielleicht glaubt ihr ja z.B. das Herz sei der Sitz eurer Seele oder sowas, dann könnt ihr das von einer Spende ja auch ausschließen. Überhaupt – es geht da nicht nur um die großen Organe wie Herz, Leber oder Nieren. Selbst mit eurer Haut oder Hornhaut vom Auge könnt ihr Menschen helfen.

Ich wäre ja auch dafür in Deutschland ein System wie in Österreich einzuführen. Anstatt ausdrücklich erklären zu müssen, dass man spenden will, sollte man grundsätzlich zur Spende freigegeben sein und muss stattdessen der Organspende wiedersprechen (So ein System gab es übrigens in der ehemaligen DDR auch. Mal wieder etwas, was man hätte durchaus übernehmen sollen).
Oder es müsste für jeden verpflichtend sein, sich zu äußern, ob man zu einer Spende bereit wäre oder nicht. In solchen Fällen wäre jeder zumindest dazu verpflichtet, sich mit der Thematik überhaupt erstmal auseinanderzusetzen. Mit dem jetzigen System finden zu viele Menschen ständig Ausreden, warum sie keinen Organspendeausweis bei sich haben. Noch nicht drüber nachgedacht, vergessen, keine Zeit.

Keine Zeit haben meist auch die Menschen, die dringend auf Organspenden angewiesen sind. Und unsereins hat eigentlich keine Zeit zu verlieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, denn wie schnell kann es passieren, dass wir vielleicht morgen nicht mehr bei der Arbeit ankommen. Natürlich wünscht man das niemandem, aber sollte mich mal so ein Schicksal ereilen, dann soll es nicht umsonst gewesen sein. Schließlich fehlen mir dann ja ein paar Jahre, in denen ich sonst anderweitig hätte Gutes tun können. Dann soll wenigstens mein letzter Akt ein guter sein.

Also mal ganz fix einen Organspendeausweis besorgen, z.B. zum Ausdrucken am PC oder in jeder Apotheke oder beim Hausarzt, und ab damit in die Geldbörse.

So, 3 Möglichkeiten auf ganz einfache Art Menschenleben zu retten. Da sollte doch für jeden was Machbares dabei sein, oder? Vielleicht auch alles zusammen, wäre um so besser! Mir fehlt dazu nur noch das Blutspenden, aber das krieg ich auch noch hin :-)

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Posted in Mitgemacht, Persönlich.


Ohne Worte #1

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Posted in Ohne Worte.


Paradepower – Linguistik

Bei Missi gibt es diesen Monat wieder eine Blogparade, diesmal zum Thema Linguistik. Da werde ich diesesmal auch mitmachen. Also hier die Fragen:

  • Welche Sprachen sprichst Du außer deutsch? [mehr als Grundkenntnisse, Urlaubsniveau ist ok; Dialekte dürfen auch mitgenannt werden]
    Englisch. Ist eine schöne Sprache und habe ich auch in der Schule schon geliebt. Auch wenn ich nicht sehr häufig dazu komme, sie wirklich zu SPRECHEN, kriege ich das nach einer kleinen Warmlaufphase doch ganz gut hin, denke ich. Verstehen tue ich eigentlich alles. Ich lese viel auf Englisch und sehe inzwischen fast alle Filme, Serien etc. auf Englisch. Würde mir wirklich wünschen mehr Gelegenheit zum Sprechen zu haben. Neben Englisch krieg ich auch noch ein wenig Spanisch zusammen. Allerdings verstehe ich da auch mehr, als dass ich es selbst wirklich sprechen kann. Dazu ist es doch etwas lange her, dass ich die Sprache gelernt habe. Französisch hatte ich zwar mal 2 Jahre in der Schule, davon ist jedoch nicht mehr wirklich viel hängengeblieben.
  • Bist Du ein Sprachtalent oder tust Du dich mit fremden Sprachen eher schwer?
    Talent würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, aber Sprachen haben mir schon immer Spaß gemacht. Deshalb tue ich mich wohl auch nicht so schwer damit.
  • Würdest Du sogar eine fremde Sprache studieren? Worauf würde deine Wahl fallen?
    Im Sinne von sprachwissenschaftlich würde ich Sprachen wohl nicht studieren wollen, das geht mir dann doch etwas zu weit. Anwendungsorientiert, also z.B. als Dolmetscher wäre das wohl noch etwas anderes. Sprachen sind zum Sprechen und Kommunizieren da. Mich würde deshalb nicht so sehr die Sprachentstehung interessieren, sondern ich möchte die Sprache wirklich sprechen können.
  • Würdest Du gern noch Sprachen lernen? Wenn ja, welche?
    Eine Herausforderung wären auf jeden Fall Sprachen wie Chinesisch, Japanisch oder Russisch, weil auch noch die Schriftzeichen völlig anders sind und auch der Aufbau der Sprache an sich. Allerdings ist das mit einem sehr hohen Zeitaufwand verbunden. Es würde auch nur wirklich Sinn machen diese Sprachen zu lernen, wenn man auch eine Möglichkeit sie entsprechend anzuwenden, sei es durch Auslandsaufenthalte oder weil man Leute aus diesen Ländern kennt. Bei uns an der Hochschule wird z.B. auch ein Japanisch-Kurs angeboten, aber bisher hatte ich immer das Pech zu der Zeit eine andere Verpflichtung zu haben. Ich würde auch gerne mein Spanisch wieder auffrischen, aber die Kurse dazu sind zeitlich leider nur auf bestimmte Studiengänge zugeschnitten und finden leider nicht außerhalb der eigentlichen Vorlesungszeiten statt. Es hat bisher nicht funktioniert so einen Kurs in meinem Stundenplan unterzukriegen.
  • Liest Du auch fremdsprachige Bücher? Wenn ja, in welcher Sprache?
    Sehr viel sogar. Auf Englisch. Habe mir eigentlich auch mal vorgenommen welche auf Spanisch zu probieren, aber da habe ich mich noch nicht drangetraut. Da müsste ich wohl auch erstmal bei den Kinderbüchern einsteigen.
  • Erzähle uns von einem lustigen/denkwürdigen Ereignis, bei dem Du eine Fremdsprache angewendet hast. [optional]
    Da muss ich passen. Da ist mir nichts besonderes passiert. Jedenfalls nichts voran ich mich erinnern könnte.

Wenn ihr auch bei Missi’s Parade mitmachen wollt, schaut einfach mal hier vorbei. Die Parade läuft noch bis zum 24.05.2010.

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Posted in Stöckchen, Listen, Fragebögen.


Welttag des Buches

Welttag des Buches

Auch wenn er fast schon wieder vorbei ist, heute ist Welttag des Buches, ein Tag den man meiner Meinung nach zum weltweiten Feiertag erklären sollte. Im Ernst! Fast alle Feiertage die es bei uns gibt, sind religiös begründet, und ihr Sinn und Zweck erschließt sich in ihrer ganzen Tragweite nur denjenigen, die auch wirklich ihren Glauben leben. Alle anderen freuen sich zwar über einen freien Tag, aber das war es dann auch schon. Bücher als Kulturgut, Wissensquell über die Jahrhunderte und als Förderer von Kreativität und Phantasie gehen uns jedoch alle etwas an.

Ohne Bücher würden wir alle als Analphabeten aufwachsen, wir wären unserer sämtlichen gesellschaftlichen Grundlage beraubt und würden wahrscheinlich noch in einem Zustand ähnlich der Steinzeit verweilen. Und wären das nicht schon Gründe genug diesen Tag zu einem richtigen Feiertag zu erklären, so gäbe es noch tausend gute Gründe mehr.

Wäre es nicht viel schöner, als Tradition Bücher, selbstgeschriebene Geschichten oder persönliche Briefe zu verschenken, als Schokohasen oder Socken und Hemden?

Mit Büchern kann man jemandem eine Auszeit vom Alltag schenken, eine Reise in ein fernes Land, die Rückkehr in die Kindheit, einen Spiegel sich selbst zu erkennen, einen Freund, der die richtigen Worte findet, eine Zeitreise, ein Abenteuer, einen Ort für seine Wünsche. An einem “Buchtag” hätte man wirklich Zeit mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen, es aufzuschlagen und zwischen den Zeilen zu tauchen, um eine Welt jenseits von schwarzen Buchstaben und Satzzeichen zu entdecken.

Aber ich hoffe sehr, dass ihr da draußen, trotz Arbeit, Studium oder Schule, heute und auch alle anderen Tage ein wenig Zeit findet, um in die Bücherwelten einzutauchen.
Also WER wollt ihr heute sein? Cowboy, Indianer, Arzt, Astronaut, Weltenbummler, Kind, Abenteurer?
WO wollt ihr heute sein? Indien, Nordpol, Weltall, Urwald, in der Stadt, im Wald, in den Tiefen des Ozeans?
Und WANN wollt ihr sein? Heute, gestern, morgen? In der Steinzeit, im Mittelalter, bei den Dinosauriern oder in einer fernen Zukunft?

IHR könnt es entscheiden!

Also Buch geschnappt und ab auf die Couch! Werde ich jetzt auch endlich!

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Stöckchen: Lieblingsfilmmusik

Ich bin mal wieder ein wenig herumspaziert und habe auf dem Weg mal ein Stöckchen aufgehoben und mitgehen lassen. Gefunden hab ich das bei Romy.

Diesmal geht’s um Filmmusik. Hier die Regeln:

Schonmal einen Film gesehen in dem dich das Lied, welches gesungen wurde, total berührt oder amüsiert hat? Und wolltest du das schon immer mal mit anderen Leuten teilen? Dann bietet dieser Tag dir die Gelegenheit dazu.
Was du machen musst: Zeige uns sechs deiner liebsten Lieder, die in einem Film gesungen werden. Sag uns, aus welchem Film sie sind und wieso sie dir so gut gefallen.

Mmh, ist gar nicht so einfach da eine Auswahl zu treffen. Relativ spontan kommen mir da folgende Stücke in den Sinn (ohne irgendeine wertende Reihenfolge):

1) “So ein wonnig toller Tag” aus Elliot, das Schmunzelmonster

In der deutschen Version glaube ich gesungen von Katja Ebstein. Ich habe diesen Film geliebt! Der gehört auch noch dringend in meine DVD-Sammlung. Ein positiver Gute-Laune-Song.

2) “Somewhere Out There” aus Feivel, der Mauswanderer

Noch ein Kinderfilm. Ich finde diese Szene einfach herzergreifend. Kleine Maus ganz allein in der großen weiten Welt *schnüff*

3) “Out Here On My Own” aus Fame

Gesungen im Originalfilm von Irene Cara. Muss wohl einer der ersten Tanzfilme gewesen sein, die ich gesehen habe. Vor kurzem dann auch mal das Remake gesehen. Musikalisch gefiel mir das ganz gut, die filmische Umsetzung hat mich nicht so vom Hocker gerissen.

4) “Summer Nights” aus Grease

Zu Grease muss man ja wohl nicht viel sagen :-) Kultfilm mit cooler Musik!

5) “Bohemian Rhapsody” aus Waynes World

Einfach nur Kult! Auch wenn ich mit dem Rest des Films heute nicht mehr all zu viel anfangen kann, aber diese Szene ist einfach nur göttlich!

6) “Catch Me” aus Bandits

Großartiger Film mit großartiger Musik! Einer der wenigen Soundtracks in meinem Besitz bei dem ich wirklich jedes Lied empfehlen kann.

Da ich noch nicht viele Bloggerbekanntschaften habe, um Stöckchen  rüberzuwerfen, lasse ich es einfach mal hier liegen. Wer will, darf es gerne mitnehmen.

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Digital Detox Week – Elektronische Fastenwoche

In Ami-Land rufen so ziemlich jeden Tag irgendwelche Organisationen zu Gedenk- und “Awareness”-Tagen, Wochen oder sogar Monaten auf. Darunter auch ziemlich abstruse Geschichten. Aber es gibt auch durchaus Aufrufe, die meiner Meinung nach wirklich Sinn machen.
So z.B. erklärt das Magazin “Adbusters” diese Woche zur “Digital Detox Week”. Ursprünglich startete diese zweimal jährlich stattfindende Kampagne unter dem Namen “Turn Off Week” und sollte auf den steigenden TV-Konsum und seine Folgen insbesondere für Kinder aufmerksam machen. Neben dem Fernseher sind es heute noch der PC, Handys und Spielekonsolen die Tag für Tag unsere Aufmerksamkeit fordern und ohne die sich so manch einer sein Leben gar nicht mehr vorstellen kann.
Würde man uns einfach dieser elektronischen Gadgets berauben, so würden sich im Extremfall wirklich Entzugserscheinungen wie beim Drogenentzug einstellen. Wie abhängig wir uns selbst von dieser Welt machen, ist uns oft gar nicht mehr so wirklich bewusst.

aboutpixel.de /Seelenverwandte © Uwe Dreßler

Völlig selbstverständlich ist für viele morgens der Druck auf den Einschaltknopf des PC, oft noch bevor die Kaffeemaschine angeworfen wird. Schnell die Emails checken, Feed-Reader durchforsten und bei diversen Diensten seinen ersten Statuseintrag vornehmen: “Guten Morgen Welt”. Ohne Handy in der Tasche fühlen wir uns unwohl, wenn wir das Haus verlassen, wer nicht innerhalb von 2 Stunden auf eine SMS antwortet wird mit vorwurfsvollen Folge-SMS bombardiert und ohne das ständige Gebimmel, Gepiepse und Jamba-Spar-Abo-Gedudel um uns herum wäre die Welt doch auch viel zu “stumm”. Und “stumm” passt in unsere Welt doch so gar nicht.

Wir müssen twittern, an Pinnwände schreiben, bloggen, IQM-AIM-IRC-Abkürzungssalat-Chats mit bunten Smilies und noch mehr Abkürzungen versehen, uns gruscheln, anstupsen, umarmen und liebhaben. Und wer nicht lieb war wird geblockt, gesperrt, abgelehnt, entfreundet, gebannt, gelöscht. Einfach so per Knopfdruck. Ein Freund weniger. Ein Punkt weniger auf meiner Messskala der Beliebtheit. Weniger Freunde, Follower, Kontakte bedeuten weniger Erfolg, Bekanntheit, Beliebtheit. Freundschaft wird zur Maßeinheit und zu einem sehr inflationär gebrauchten Begriff. Freund = 0 oder 1, geaddet oder eben nicht.

Aber mit Nullen oder Einsen kann man nicht Spielen, Musizieren oder Sport machen. Oder doch? Klar, da schnapp ich mir die WIE-Konsole, die zeigt mir WIE ich WAS zu machen hab und dann hampel ich da vor meiner Glotze rum, nenne das Sport treiben oder Gitarre spielen, und das alles ganz mit mir alleine, gegen mich selbst oder mit mir zusammen, oder WIE?

OK, das ist natürlich ETWAS überspitzt, aber es macht schon Sinn sich diese veränderten Lebensbedingungen und Werteverschiebungen mal ins Bewusstsein zu holen, zu reflektieren und mal wieder ganz bewusst so richtig “old school” zu leben (alle so um die 30 sollten verstehen was ich meine *grins*). Es ging doch früher schließlich auch ohne. Und haben wir da was vermisst? Na gut, wir konnten ja noch nicht wissen, WAS wir vermissen sollen, aber hat ein Tag ohne ständig auf die Uhr, das Handy, den Posteingang oder den Twitterstatus gucken nicht auch etwas sehr Befreiendes an sich?

Wie wär’s mal wieder mit der Tageszeitung statt dem Newsreader? So eine richtige Zeitung, an der man sich noch schwarze Finger von der Druckerschwärze holt und die so herrlich raschelt, wenn man die Seiten umschlägt. Oder vielleicht mal statt Email einen richtigen Brief schreiben, mit obligatorischen Tintenflecken und durchgestrichenen Textteilen, weil es eben keine Backspacetaste gibt. Und man kann bei der Gelegenheit mal wieder Schönschrift üben, wie in der Schule. Ist doch viel persönlicher als Arial oder Times New Roman.

Nehmt euch einfach mal wieder Zeit für das reale Leben. Trefft euch mit Menschen, denen ihr beim Gespräch in die Augen blicken könnt, deren Lachen schöner ist als jedes Smilie, deren Umarmung euch das Herz erwärmt und deren Geschichten mehr Farben haben als das übliche schwarz-weiß von Texteinträgen im Netz. Das digitale Leben ist 2-dimensional, das Leben um uns herum hat soviele Dimensionen mehr. Es lacht, es weint, es tanzt, es fühlt, es atmet, es tut auch manchmal weh. Du kannst es sehen, riechen, schmecken, anfassen, begreifen, bewegen, gestalten.

Ihr müsst ja nicht gleich auf kalten Entzug gehen und euch von allem verabschieden. Das tue ich auch nicht, sonst würde dieser Blogeintrag hier nicht stehen. Aber man sollte sich mal fragen, ob es wirklich so dringend notwendig ist, schon zum 5. Mal die Emails zu checken oder was es mir bringt meine Zeit mit der 150. Castingsendung zu verplempern. Vielleicht mal einen Abend das Handy und auch das Festnetz abschalten, für niemanden erreichbar sein und die Ruhe geniessen. Kleine Freiräume schaffen für Gedankenspiele und Gefühls-Achterbahnen.

Ich werde diese Woche jedenfalls versuchen etwas kürzer zu treten. Und deshalb verkrieche ich mich jetzt auf die Couch und widme mich meiner aktuellen Lektüre.
Und wie betreibt ihr elektronisches Heilfasten, falls ihr Lust habt mitzumachen? Auf was fällt es euch schwer zu verzichten? Bloggen, Chatten, Fernsehen oder Handy?

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Freitags-Füller #55

Freitags-Füller 55

1. Umziehen ist zwar anstrengend, aber eine gute Gelegenheit Ballast loszuwerden, sowohl tatsächlichen als auch seelischen.

2. Kein Bemühen ist je für umsonst .

3. Meine beste Eigenschaft ist immer gerade die, die gebraucht wird .

4. Das was einen Menschen besonders macht, sind die kleinen Details.

5.  In ungefähr 10 Jahren  möchte ich endlich auf eigenen Füßen stehen und in der Lage sein mir meine Wünsche selbst zu erfüllen (hoffentlich nicht erst in 10 Jahren sondern auch schon früher).

6. Menschen, die jegliche Veränderungen ablehnen und gegen noch so gute Argumente imun sind, machten mich verrückt  .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett, morgen habe ich meinen Wocheneinkauf geplant und Sonntag möchte ich ein paar aufgeschobene Aufgaben erledigen !

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!

Die Freitags-Füller gibt es übrigens jede Woche bei Barbara.

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Musikrundschau: Querbeet durch die Niederlande – Part 1

So hin und wieder packt es mich und ich verbringe Stunden damit nach neuer Musik für meine Sammlung zu suchen. Das Internet bietet dafür so viele Möglichkeiten. Bei meiner letzten “Schnüffeltour” bei last.fm bin ich bei so einigen niederländischen Bands hängengeblieben. Hier gibt es jetzt mal meinen persönlichen Rundumschlag durch verschiedene Genre. Da dürfte für (fast) jeden was dabei sein.

Hier im ersten Teil fangen wir mal mit ein paar rockigen Sachen an.

Kane
Mein absoluter Ohrwurm seit einigen Tagen  ist von Kane, einer großartigen Band, bei der ich gar nicht verstehe, warum sie nur in den Niederlanden so bekannt und erfolgreich ist. Ursprünglich eine U2-Cover-Band. Diesen Einfluss hört man auch ein wenig raus, aber sie haben doch ihren eigenen Stil gefunden.

Auch in der Acoustic-Version sehr zu empfehlen! Auf jeden Fall eine tolle Live-Band! Mir gefallen diese Konzert-Aufnahmen auf jeden Fall noch besser als die Album-Versionen. Und das kann man nicht von jeder Band so behaupten. Wunderschöner Song ist auch “Let It Be” (nein, kein Beatles-Cover).

Di-rect

Neben den rockig-punkigen Stücken gibt’s aber auch tolle akustische Balladen, z.B. “Don’t Kill Me Tonight” oder auch die Kombination mit klassischen Piano-Klängen beim Song “Blind For You”. Die neueste Single von Di-rect“Times Are Changing” wurde jedoch mit neuem Sänger aufgenommen und scheint eine etwas andere Richtung einzuschlagen.

Moke

Moke – “Here Comes The Summer”. Das lass ich einfach mal unkommentiert. Ich mag Musik auch nicht gerne irgendwelche Label aufdrücken. Mir gefällt’s einfach!

So, und nun mal noch ein wenig Frauen-Power, jawohl! Die nächsten Drei sollten auch ein wenig bekannter sein.

Anouk

Anouk mit “Nobody’s Wife”  ist wohl der bekannteste Song und war bisher auch so das Einzige was ich bewusst von Anouk kannte. Aber da gibt’s noch einige andere gute Songs von ihr.

Within Temptation

Within Temptation feat. Keith Caputo – “What Have You Done”.  Gehört zu meinen Lieblingsliedern der Band, aber eigentlich sind alle toll :-) . Allen, denen die “härteren” Töne da drin nicht so zusagen, kann ich unbedingt das letzte Album “An Acoustic Night At The Theatre” ans Herz legen.  Hier ein kleiner Sneak-Peak mit dem offiziellen Trailer:

Das ist eine der Bands, die ich unbedingt mal live sehen möchte.

Und zum Abschluss von Teil 1 kommt jetzt noch

Delain

Ähnliche Richtung wie Within Temptation. Was soll ich sagen, ich mag diese Kombi halt. Wie schimpft sich sowas? Melodic Metal? Symphonic Metal? Keine Ahnung. Ist mir auch wurscht. Delain rocken! Und ich würde sie gerne bei “Rock im Harz” sehen, aber der Termin fällt natürlich genau in die Prüfungszeit, war ja klar! Dabei wären da ja auch gleich noch Subway To Sally und Van Canto dabei *grmpf*. Ich hab mit sowas immer kein Glück.

So, dies war der erste Teil meiner Musikrundschau durch die Niederlande. Und wenn ihr jetzt meint “Oh Gott, nur so ein Rock- und Metalgedöns” – ich kann auch anders. Aber das gibt’s erst im zweiten Teil. Lasst euch überraschen!

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